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Über verlegte und nicht verlegte Stolpersteine

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Das Kiezradio dokumentiert in ihrem neusten Podcast die Verlegung von 12 Stolpersteinen in Neukölln. Interessant ist aber auch die Geschichte eines Steins, der nicht verlegt wurde.

Bettina und Christian vom Kiezradio haben sich in die Kälte begeben und berichten in der neusten Folge ihres Podcasts über „Neuköllner Stolpersteine“. Über zwei Stunden lang begleiten sie den Künstler und Initiator der Idee, Gunter Demnig, bei der Verlegung von 12 Stolpersteinen in Neukölln. Die Gespräche, die sie während der Tour mit den Hinterbliebenen führen, sind nicht nur informativ, sondern teils auch sehr bewegend.

Dass auch die Stolpersteine selbst, beziehungsweise die Menschen, an die sie erinnern sollen, nicht ohne „Widerhaken“ sind, zeigt hingegen der Fall Sigurd Franzke. Dieser sollte Ende November ebenfalls einen Stolperstein in Neukölln erhalten, was jedoch erst einmal vertagt wurde. Bei der Durchsicht der Biografie Sigurd Franzke wuchsen die Zweifel, ob die besondere Gedenkform bei ihm angebracht ist. Zwar wurde Franzke von den Nazis als Homosexueller hingerichtet, allerdings war er zuvor selbst in der SS aktiv. Der Artikel „Neuköllner Stolperstein als Grenzfall“ des Facetten-Magazins beleuchtet den Fall.

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