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Berliner Geschichtenwegweiser

Sie nannten ihn Radfahrer

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Der tolle Kurzfilm „Radfahrer“ illustriert auf eine ungewöhnliche Art die Überwachung des Fotografen Harald Hauswald durch die Stasi.

Harald Hauswald ist einer der bekanntesten Fotografen Berlins. Seit Anfang der 1980er Jahre begleitete er mit seiner Kamera das Leben im Prenzlauer Berg. Da sein Berlin-Bild nicht dem der DDR-Oberen entsprach, rückte er auch in den Fokus der Staatssicherheit. Deren Überwachung ist Thema des 30minütigen Kurzfilms „Radfahrers“ von Marc Thümmler. Die Fotografien Hauswalds werden dabei mit Auszügen aus seiner Stasi-Akte unterlegt, die an Banalität teils kaum zu übertreffen sind. Bei den Bild-Interpretationen bekommt man hingegen direkt Lust auf einen Sammelband „Kunstinterpretationen durch die Stasi“. Passend zum Kurzfilm gibt es auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung auch noch Thümmlers ergänzende Dokumentation „Gespräch mit Harald Hauswald“. In dieser erklärt der Fotograf unter anderem, wieso er den Überwachungsnamen Fahrradfahrer bekam, obwohl er nicht mal ein Fahrrad besaß.

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