Nante Berlin

Berliner Geschichtenwegweiser

28. April 2016
von Martin
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Eine Typologie der Berliner Plattenbauten

Lieber Platte als Townhouse? Keine ganz unberechtigte Frage, zumal ja nicht alle Plattenbauten per se hässlich sind, wie eine ungewöhnliche Fotoserie zeigt.

Können die Berliner Plattenbauten der 1960er und 70er schön sein? Ich denke schon. Allerdings betrachtet man diesen oft geschmähten Gebäudetyp selten wirklich aufmerksam, weshalb seine ästhetischen Qualitäten (oder auch die Defizite) häufig nicht erkannt werden. Dies dachte sich wohl auch der Fotograf Malte Brandenburg, der die Blöcke einzeln fotografierte, perspektivisch entzerrte und von allem ablenkenden Beiwerk und Hintergrund befreite. Eine Auswahl seiner Bilder findet sich in Anna Kers Ignant-Beitrag „Tower Blocks Of Berlin By Malte Brandenburg“ und weitere Hintergrundinformationen zu seinem Projekt verrät der Fotograf selbst in seinem Kwerfeldein-Gastbeitrag „Stacked – Hochhäuser Berlins“.

26. April 2016
von Martin
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Spannende Kontinuität aus der Luft

Viele der heutigen Berliner Stadtstrukturen existierten so schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Luftbild-Slider erlaubt den direkten Vergleich.

Urlaubsbedingt war es hier die letzten Wochen etwas ruhiger. Und umso mehr interessante Berlin-Verlinkungen gibt es nachzuholen. Los geht es mit einem weiteren spannenden Slider-Projekt des Tagesspiegel. Nachdem das Slider-Format, bei dem man mittels der Mausbewegung zwischen Fotos aus verschiedenen Jahren switchen kann, bereits auf viele Stadtbezirke angewendet wurde, findet es jetzt auch bei Luftbildern Verwendung. Und der Vergleich der Berliner Luftaufnahmen von 1928 und 2015 ist nicht zuletzt wegen der Zoom-Möglichkeit und des hohen Detailgrades der Bilder sehr spannend. Ein schönes Projekt des Tagesspiegels mit dem Geoportal Berlins und einigen ergänzenden Texten von Andreas Conrad.

17. April 2016
von Martin
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Iggy Pops Berlin der 1970er

Das Westberlin der 1970er Jahre war eine spannend-kreative Insel. Anteil daran hatte auch Iggy Pop. Ein Interview mit seiner damaligen Freundin.

Über David Bowies Berlin-Zeit ist viel geschrieben wurden. Immer ein wenig in dessen übergroßen Schatten steht sein Kumpel Iggy Pop, der leicht ironisch über seine Berliner Zeit in den 1970ern sagte: „Ich kam kerngesund nach Berlin und ging als Wrack“. Ob er wirklich so war, sei dahingestellt. Einen spannenden Einblick in diese Zeit gibt das englischsprachige Interview von Eva Kelley mit Esther Friedman, die damals als junge Fotografin nach Berlin kam, sich in Iggy verliebte und ihr gemeinsames Leben dokumentierte. Einige ihrer Bilder und das Interview „In Love with The Idiot: ESTHER FRIEDMAN Captures IGGY POP in 1970s West Berlin” sind im 032c-Magazin erschienen.

16. April 2016
von Martin
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Kiezspaziergang aus Polizistensicht

Wie sehen/ erleben Polizisten ihren Kiez? Das Küchenradio begibt sich für einen Podcast mit einem Kontaktbereichsbeamten durch den Rollberg-Kiez.

Die Podcastreihe Küchenradio hat sich mal wieder auf eine Kieztour an der Seite eines Polizisten begeben. Nachdem sie dies schon mal vor einiger Zeit und mit viel positivem Feedback im Wedding gemacht haben, geht es in der aktuellen Folge „KR389 Rollberg-Kiez“ nach Neukölln. In dem gut zweistündigen Spaziergangsinterview unterhält sich Philip Banse mit René Kecke, dem Kontaktbereichsbeamten des Abschnitts 55, unter anderem über „Jugendbanden im Kiez, Großfamilien, die Probleme der Drogenfahndung und seine Argumente für die Legalisierung von Cannabis.“

30. März 2016
von Martin
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Feldforschung im Bademantel

„Wie sollen wir zusammenleben, wenn wir nicht mal zusammen planschen können?“ –Annabelle Seubert nimmt das Stadtbad Neukölln unter die Lupe.

Das Stadtbad Neukölln ist vielleicht das schönste der Berliner Bäder – und eines der interessantesten, was das Publikum betrifft. Annabelle Seubert hat es sich für die taz genauer angeschaut und vor Ort eine Woche Feldforschung betrieben. Das lesenwerte Ergebnisse ihrer teilnehmenden Beobachtung findet sich in dem Artikel „Wir müssen das ausbaden“.

25. März 2016
von Martin
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Detektivische Erkundungen am Stadtrand

Auf dem Gelände des Spandauer Waldkrankenhauses findet sich eine kleine aber spannende Fußnote zu Hitlers Germania-Plänen.

Der große Berliner Flaneur Franz Hessel gab zahlreiche Tipps, wann und wo die Kunst des Spazierengehens am besten gelingt. Das aktuelle Wetter gehört wahrscheinlich nicht zu den besten Rahmenbedingungen. Dennoch werde ich meine persönliche Spaziergangssaison jetzt eröffnen. Und ein erstes Ziel habe ich mit dem Spandauer Waldkrankenhaus auch schon. Dort nämlich befinden sich die Reste der Arbeitersiedlung, wo jene Bauarbeiter lebten, die Hitlers Germania-Fantasien, wie die große Halle des Volkes, umsetzen sollten. Die ganze faszinierende Geschichte des Areals und seine historische Einordnung finden sich in dem schönen Beitrag „Ästhetische Verschleierung eines Lagers“ bei Flanieren in Berlin.

21. März 2016
von Martin
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Eine kleine Gasse für einen großen Berliner

Die James-Hobrecht-Straße erinnert an den wichtigsten Berliner Stadtplaner, der u.a. für den Bebauungsplan und die Kanalisation verantwortlich war. Ein Ortsbesuch.

Kein anderer hat das Berliner Stadtbild so stark geprägt wie James Hobrecht, der im 19. Jahrhundert nicht nur für den Berliner Bebauungsplan zuständig war, sondern auch für die Kanalisation. Insofern ist es fast erstaunlich, dass erst im Jahr 2000 eine Straße nach ihm benannt wurde. Rolf Gänsrich hat sich für seine Prenzlberger Ansichten-Kolumne „Unbekannte Ecken“ die James-Hobrecht-Straße angeschaut und kommt zu dem Schluss: „Eine kleine, enge aber für den Wirtschaftsverkehr höchst wichtige „Gasse“ ist die James-Hobrecht-Straße.“ Da ist die Lebensgeschichte des Stadtplaners, die Gänsrich in dem Artikel ebenfalls anreißt, doch deutlich interessanter.

16. März 2016
von Martin
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Von einem der auf Berliner Dächer steigt

Ungewöhnliche Stadtperspektiven haben ihren besonderen Reiz. Jeisson Martin erkundet fotografierend Berliner Dächer und U-Bahnschächte.

Wer sind eigentlich die Leute, die meist illegal auf hohe Gebäude klettern, um von dort aus spektakuläre Fotos oder Videos zu machen? Und was treibt sie an? Milena Zwerenz hat für den Blog Mit Vergnügen einen von ihnen interviewt. Der Titel „Instagrammer Jeisson Martin macht unglaubliche Fotos von Berlin“ ist zwar nicht so dolle, aber das Interview und die Berlinbilder sind dennoch interessant. Weitere Fotos finden sich auf Jeisson Martins Instagram-Seite.

14. März 2016
von Martin
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Berlin gekonnt zu Markte tragen

Wer wissen möchte, warum Berlin DAS Eldorado für StartUp-Investoren wird, sollte sich den Berlin-Pitch von Christoph Sollich anschauen.

Berlin braucht andere Werbeformate als die üblichen, hochglanzpolierten und glatt gebügelten Hauptstadt-Image-Spots. Der Stadt angemessen sind eher solche Formate wie Christoph Sollichs „Best Berlin-Pitch ever!!!“ Die sehr unterhaltsame rund sechseinhalb Minuten lange englischsprachige Messe-Präsentation stellt Berlin als StartUp vor und wirbt humorvoll und ehrlich um Investoren. Aufmerksam wurde ich auf den lustigen Clip via Schlecky Silberstein.