Nante Berlin

Berliner Geschichtenwegweiser

Mit „Mutti“ am Grenzbahnhof Friedrichstraße

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Das Jubiläum Mauerfall steht pochend vor der Tür. Ein Feature des Deutschlandfunks erinnert eher leise an die frühere Bedeutung des Bahnhofs Friedrichstraße.

Langsam läuft die Erinnerungsmaschinerie zum 25. Jahrestag des Mauerfalls warm. Die zugehörigen Berichte, Features und Sondersendungen häufen sich bereits jetzt in den Medien und werden im November in einem wahren Feuerwerk des Wiederaufgewärmten gipfeln. Bedauerlicherweise wird in dem ganzen Jubiläums-Zirkus das Spannende, Interessante und auch das Zeitgenössische in der Flut aus emotional-dramatisierten Gedöns und kostengünstigen Zweitverwertungskram untergehen. Auch kontroverse und aktuelle Bezüge, zum Beispiel bei der Flüchtlingsfrage, werden bei der wohlig-gemütlichen Nabelschau nur am Rand zu finden sein.

Bevor meine eigene Mauerfall-Übersättigung einsetzt, will ich schnell noch auf einen interessanten Hörbeitrag des Deutschlandfunks hinweisen. In Joachim Dresdners 20minütigen Feature „Der Tränenpalast von Berlin-Friedrichstraße“ wird die Geschichte des Gebäudes beleuchtet, das zu DDR-Zeiten das Tor in eine andere Welt war. Unter den Zeitzeugen, die sich zu dem mittlerweile unscheinbaren Ort äußern, ist übrigens auch Angela Merkel zu hören.

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