Nante Berlin

Berliner Geschichtenwegweiser

Ein Berliner Kneiperleben

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Nachrufe offenbaren (meist leider) immer noch mal die Geschichten, die Menschen inne liegen. So auch im Falle der Wirtin der Agata.

Der Titel des sympathischen Lokalblattes „Kiez und Kneipe“ gibt bereits eine Ahnung, wovon das Heftchen handelt. Wobei ein Kiez natürlich mehr ist als nur eine Nachbarschaft. Er ist ein Halt gebendes Lebensumfeld, das geprägt ist von vielfältigen menschlichen Beziehungen, Interaktionen, Erinnerungen, Träumen und vielem mehr. Die Kneipe schließlich ist jener Ort, an dem die Geschichten und Legenden des Kiezes ausgetauscht oder gar geschaffen werden. Und wie im Kiez ist es auch in der Kneipe nie ganz einhellig, denn irgendwer nervt immer. Generell glaube ich, dass Kiez und Kneipe eng miteinander verbunden sind. Sterben die einen, ist dies oft auch ein Zeichen für das Verschwinden des Kiezes (zumindest in seiner bisherigen Form). Aber all diese Kneipenphilosophien sollen nicht davon ablenken, worum es hier eigentlich geht, nämlich um den tollen Text „Agata, 82, ist jetzt j-fidel“ von Joachim Mühle, der am 2. September in Kiez und Kneipe erschien. Mühles Nachruf skizziert die Lebensstationen und das Wesen der Kneipenwirtin Agata Plath, die 1933 in Ungarn geboren ist und 40 Jahre hinter dem Tresen ihrer Kreuzberger Kneipe Agata stand.

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