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Das Trauerspiel um die Friedrichswerdersche Kirche

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Wer nobel in Mitte wohnen will, braucht einen Tiefgaragenplatz. Wen interessiert da schon ein Kulturdenkmal? Vom Einfluss der Baulobby in Berlin.

Die Friedrichswerdersche Kirche von Karl Friedrich Schinkel ist eine der schönsten Kirchen Berlins, wobei sie seit 1987 als Museum genutzt wird. Seit drei Jahren ist sie allerdings geschlossen, da die Bebauung der Nachbargrundstücke enorme Schäden am Gebäude hinterlassen hat. Mitverantwortlich dafür ist wohl auch die Tiefgarage des Luxuswohnungskomplexes, der direkt neben der Kirche gebaut wird. Die ganze traurige Geschichte um das mögliche Verschwinden eines unersetzlichen Kulturgutes für ein paar Schnöselwohnungen wird in Regina Mönchs FAZ-Artikel „Ein Pflegefall auf der Denkmalintensivstation“ noch einmal erzählt. Und übrigens: die nächste Tiefgarage auf sensiblen Baugrund wurde bereits stillschweigend genehmigt.

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