Nante Berlin

Berliner Geschichtenwegweiser

Berliner Fotoecken: zum Rand hin ausfransend

| Keine Kommentare

Welche Orte werden in Berlin am häufigsten fotografiert? Der Geotagging-Spezialist Eric Fischer hat dazu eine passende Karte erstellt.

Auf Eric Fischer hatte ich hier im Blog schon mal verwiesen, als dieser Tweets lokalisierte und kartografierte. Nun hat sich Fischer einem neuen Geotagging-Thema angenommen. Dabei hat er 136 Stadtkarten erstellt, in denen er verortet, wo in den jeweiligen Städten hauptsächlich Touristen und wo Einheimischen knipsen. Mit dabei ist natürlich auch Berlin, das sich, wenig erstaunlich, zum Rand hin fotografisch ausdünnt. Interessant wäre aber zu wissen, wie Fischer an die Datengrundlage für seine Karten gekommen ist. Hat er da nur Bilder ausgewertet, die von geotaggenden Kameras stammen? Und woher wusste er, wer Tourist und wer Einheimischer war? Laut Theresa Lockers Motherboard-Artikel „Diese Stadtkarten zeigen dir, wo Einheimische am liebsten Fotos machen“ unterscheidet Fischer Touristen von Einheimischen, in dem er letzteren unterstellt, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg Bilder vom selben Ort gemacht haben. Dann aber müsste die Karte eher dahingehend interpretiert werden, dass die roten Punkte für die Touristen stehen, die blauen für die Zugezogene und der weiße Rest die echten Berliner markiert, denn warum sollten diese denn überhaupt ihre Stadt fotografieren? So oder so: schön anzuschauen ist die Berliner Foto-Karte allemal.

Schreibe einen Kommentar