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Die Westberliner Architektur der 1960er-80er dürfte in der allgemeinen Wertschätzung wohl kaum zu unterbieten sein. Aber wie sollten wir mit diesem schwierigen Erbe umgehen?

Mit der westdeutschen Architektur der 1960er, 70er, 80er Jahre ist es so eine Sache. Leicht macht sie es einem nicht, auch nicht in Berlin. Und immer wenn mir die Fans dieser Architektur von der „schönen Ehrlichkeit des Sichtbetons“ anfangen, schalte ich meistens ab. Zustimmen muss ich ihnen aber, wenn sie argumentieren, dass auch diese Bauten ein wichtiges Zeugnis ihrer Zeit und damit unserer Geschichte sind, weswegen sie ebenfalls zum Stadtbild gehören. In welchem Maße, das muss natürlich diskutiert werden. Aber eben zu dieser Diskussion kommt es selten, da momentan ein vermeintlich breiter Konsens darin besteht, dass das olle Zeug ruhig in seiner Gesamtheit weg kann. Aus diesem Grund bin ich kritischen Stimmen wie Verena Pfeiffer-Kloss von Urbanophil dankbar, die mit Texten wie „Wir müssen darüber reden: Der problematische Umgang der BVG mit ihrem architektonischen Erbe“ die Debatte fundiert bereichern.

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