Nante Berlin

Berliner Geschichtenwegweiser

11. Juni 2016
von Martin
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Von Körperpfauen und Sport-Asketen

Badezeit ist Balzzeit, auch am Müggelsee. Harte Arbeit nicht nur für die paarungswilligen Großstädter, sondern auch für die Forscher, die sie klassifizieren.

Mit dem Beginn der Badezeit bietet sich wieder die faszinierende Möglichkeit einige besonders bemerkenswerte Exemplare der Gattung Mensch beim Balzverhalten zu beobachten. Besonders variantenreich zeigen sich dabei die Bewohner großer Städte, wenn sie sich in großen Mengen in die Biotope am Stadtrand aufmachen. Kein Wunder, dass da ein Forscherherz, wie das von Daniel Lehmann, höher schlägt. Für den Maulbeerblatt-Artikel „Expedition ins Tierreich, Folge 28: Der Strand“ nimmt er unter anderem die Sport-Asketen und die Körperpfaue unter die Lupe.

30. Mai 2016
von Martin
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Das Gleisdreieck vor 10 Jahren

Oft mussten die heutigen Idyllen in der Stadt hart erkämpft werden. So auch beim Park am Gleisdreieck, wie der Blick zurück ins Jahr 2006 zeigt.

Schaut man sich aktuell den Park am Gleisdreieck (und dessen breite Akzeptanz) an, fällt es fast schwer zu glauben, dass dieser grüne Freiraum mühevoll erkämpft werden musste. Doch noch vor zehn Jahren sah das alles noch ganz anders aus. Einen guten Eindruck davon vermittelt die Kiezzeitung Kreuzberger Horn, deren alten Ausgaben man im Netz nachlesen kann. Die Ausgabe vom Sommer 2006 hat den damals noch in Planung befindlichen Park als Schwerpunktthema und liefert einen interessanten Einblick in die allgemeine Geschichte des Ortes aber auch die Bemühungen der verschiedenen Bürgerinitiativen, deren Einsatz bis in die 1970er Jahre zurückreicht.

27. Mai 2016
von Martin
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Der „Profichecker-Laptoppretter“ vom Wedding

Jeder hat so seine festen Adressen, die er nie wechseln würde. Bei Andreas Gläser ist es der „Profichecker-Laptoppretter“, der ihn in den Wedding führt.

Eine neue Arbeit ist (wohl) mit dafür verantwortlich, dass dieser Blog in den letzten Wochen etwas brach lag. Das ist schade, denn an interessanten Berlin-Geschichten mangelt es nicht. So einiges hat sich angesammelt in meiner Lese-und-Verlink-Liste und so will ich denn auch nicht mehr viele Vorworte verlieren und stattdessen gleich Richtung Wedding schielen, wo Andreas Gläser immer seinen Laptop reparieren lässt. In „Sonne in Boateng Valley“ berichtet er von seinem Ausflug. Klingt erstmal banal, ist aber schön, anekdotenreich und persönlich erzählt und schließlich ist es das, was Blogs ausmacht.

16. Mai 2016
von Martin
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Ein Abschiedstoast aufs Billy Wilders

Für den Kiezneurotiker war die Bar Billy Wilders der einzig erträgliche Ort am Potsdamer Platz. Ein unterhaltsamer, geschichtengesättigter Nachruf:

In unserer Erinnerung sind persönlich relevante Orte meist an spezifische Erlebnisse gekoppelt. Diese Verbindung bleibt auch bestehen, wenn eine solche Räumlichkeit verschwindet. Wahrscheinlich liegt es im Wesen des Erinnerns, dass wir häufiger wehmütig als verärgert an die vergangene Zeit und den vergangenen Ort denken. Doch müssen solche „Nachrufe“ nicht zwangsweise schniefig-rührselig daherkommen. Es geht auch anders, wie der Kiezneurotiker mit seinen Erinnerungen „Leise Servus, Billy“ über die inzwischen geschlossene Bar Billy Wilders am Potsdamer Platz zeigt.

5. Mai 2016
von Martin
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Die BVG unter der Lupe

Wie funktioniert der öffentliche Nahverkehr in Berlin? Und warum kommt mancher Bus oft zu spät. Ein toll visualisiertes Projekt gibt Auskunft.

Die aktuelle Link-Empfehlung stammt bereits vom 21. März dieses Jahres, gilt also im Internetzeitalter eigentlich als steinalt. Dennoch gibt es auch hier zeitlose Themen und das Projekt „Warum kommt der Bus zu spät“ ist zweifellos ein solches, denn mit Sicherheit wird die Frage auch in 5 oder 10 Jahren noch aktuell sein. In Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam und Unterstützung des Urban Complexity Lab hat der Tagesspiegel in dem Projekt die meistgenutzten Linien von Tram, Bus, U- und S-Bahn in Berlin auf ihre Pünktlichkeit hin untersucht. Neben vielen interessanten Hintergrundinfos bietet es auch tolle Visualisierungen der Daten.

28. April 2016
von Martin
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Eine Typologie der Berliner Plattenbauten

Lieber Platte als Townhouse? Keine ganz unberechtigte Frage, zumal ja nicht alle Plattenbauten per se hässlich sind, wie eine ungewöhnliche Fotoserie zeigt.

Können die Berliner Plattenbauten der 1960er und 70er schön sein? Ich denke schon. Allerdings betrachtet man diesen oft geschmähten Gebäudetyp selten wirklich aufmerksam, weshalb seine ästhetischen Qualitäten (oder auch die Defizite) häufig nicht erkannt werden. Dies dachte sich wohl auch der Fotograf Malte Brandenburg, der die Blöcke einzeln fotografierte, perspektivisch entzerrte und von allem ablenkenden Beiwerk und Hintergrund befreite. Eine Auswahl seiner Bilder findet sich in Anna Kers Ignant-Beitrag „Tower Blocks Of Berlin By Malte Brandenburg“ und weitere Hintergrundinformationen zu seinem Projekt verrät der Fotograf selbst in seinem Kwerfeldein-Gastbeitrag „Stacked – Hochhäuser Berlins“.

26. April 2016
von Martin
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Spannende Kontinuität aus der Luft

Viele der heutigen Berliner Stadtstrukturen existierten so schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Ein Luftbild-Slider erlaubt den direkten Vergleich.

Urlaubsbedingt war es hier die letzten Wochen etwas ruhiger. Und umso mehr interessante Berlin-Verlinkungen gibt es nachzuholen. Los geht es mit einem weiteren spannenden Slider-Projekt des Tagesspiegel. Nachdem das Slider-Format, bei dem man mittels der Mausbewegung zwischen Fotos aus verschiedenen Jahren switchen kann, bereits auf viele Stadtbezirke angewendet wurde, findet es jetzt auch bei Luftbildern Verwendung. Und der Vergleich der Berliner Luftaufnahmen von 1928 und 2015 ist nicht zuletzt wegen der Zoom-Möglichkeit und des hohen Detailgrades der Bilder sehr spannend. Ein schönes Projekt des Tagesspiegels mit dem Geoportal Berlins und einigen ergänzenden Texten von Andreas Conrad.

17. April 2016
von Martin
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Iggy Pops Berlin der 1970er

Das Westberlin der 1970er Jahre war eine spannend-kreative Insel. Anteil daran hatte auch Iggy Pop. Ein Interview mit seiner damaligen Freundin.

Über David Bowies Berlin-Zeit ist viel geschrieben wurden. Immer ein wenig in dessen übergroßen Schatten steht sein Kumpel Iggy Pop, der leicht ironisch über seine Berliner Zeit in den 1970ern sagte: „Ich kam kerngesund nach Berlin und ging als Wrack“. Ob er wirklich so war, sei dahingestellt. Einen spannenden Einblick in diese Zeit gibt das englischsprachige Interview von Eva Kelley mit Esther Friedman, die damals als junge Fotografin nach Berlin kam, sich in Iggy verliebte und ihr gemeinsames Leben dokumentierte. Einige ihrer Bilder und das Interview „In Love with The Idiot: ESTHER FRIEDMAN Captures IGGY POP in 1970s West Berlin” sind im 032c-Magazin erschienen.

16. April 2016
von Martin
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Kiezspaziergang aus Polizistensicht

Wie sehen/ erleben Polizisten ihren Kiez? Das Küchenradio begibt sich für einen Podcast mit einem Kontaktbereichsbeamten durch den Rollberg-Kiez.

Die Podcastreihe Küchenradio hat sich mal wieder auf eine Kieztour an der Seite eines Polizisten begeben. Nachdem sie dies schon mal vor einiger Zeit und mit viel positivem Feedback im Wedding gemacht haben, geht es in der aktuellen Folge „KR389 Rollberg-Kiez“ nach Neukölln. In dem gut zweistündigen Spaziergangsinterview unterhält sich Philip Banse mit René Kecke, dem Kontaktbereichsbeamten des Abschnitts 55, unter anderem über „Jugendbanden im Kiez, Großfamilien, die Probleme der Drogenfahndung und seine Argumente für die Legalisierung von Cannabis.“